Geschichte des Internets
Das Internet ist ein Verbund von Computern
rund um den Erdball. Es ermöglicht den Austausch
von elektronischer Information jeglicher Art.
Das Internet entstand als ein Bericht
des US-amerikanischen General Accounting Office ein
den späten 60er Jahren darauf aufmerksam machte,
dass einzelne Rechenzentren der Regierung völlig
überlastet, andere hingegen nicht ausgelastet sind.
Abhilfe musste geschaffen werden.
Dabei wurde im Bericht vor allem kritisiert,
das die einzelnen Computerfabrikate keinen plattformübergreifenden
Datenaustausch bewerkstelligen konnten. Als Lösung
wurde die Entwicklung eines landesweiten Netzwerks vorgestellt,
das alle Rechenzentren miteinander verband und so Rechenaufgaben
auszulagern und verteilen half.
Die staatliche Förderung führte
zum Aufbau des Advanced Research Projects Agency Network
(Arpanet), welches Universitäten, Schulen, staatliche
Verwaltungseinrichtungen und militärische Organisationen
verband. Da in den verschiedenen Einrichtungen unterschiedliche
Hardware- und Softwarevoraussetzungen vorhanden waren,
wurde die Entwicklung eines gemeinsamen Protokollstandards
das Hauptziel der Entwicklung. Ein Protokoll übernimmt
und regelt den Informationsaustausch und Ablauf zwischen
zwei Computern.
Heute übernimmt das Transmission
Control Protocol / Internet Protocol (TCP/IP) diese
Aufgaben und stellt den de facto Standard für heterogene
Computerverbindungen dar. Neben den beiden oben beschriebenen
Protokollen gibt es eine ganze Reihe weiterer hochgradig
spezialisierter Protokolle, die mit TCP/IP zusammenarbeiten
und daher zur selben Gruppe hinzugerechnet werden. Man
bezeichnet diese Gruppe von Protokollen als Internet
Protocol Suite. Die dazugehörigen Protokolle sind
hochgradig auf den für sie bestimmten Anwendungsbereich
spezialisiert.
Die Internet Protokoll Suite (IP Suite)
wurde Mitte der 70er Jahre von der Stanford
Universität in Zusammenarbeit mit Bolt, Beranek
and Newman (BB&N) Corporation entwickelt. Die Entwicklung
wurde vom Department of Defense (DoD) Advanced Projects
Agency (Darpa) gefördert. Die Darpa war an der
Entwicklung geeigneter Protokolle interessiert, um ihr
eigenes Netzwerk, das Arpanet mit verschiedenen Computertypen
betreiben zu können. Da die Darpa über eine
heterogene Computerausstattung verfügte, brauchte
sie ein universales Protokoll, welches bei unterschiedlichen
Computertypen einen reibungslosen Informationsaustausch
gewährleistete. Dies wurde mit Entwicklung der
Internet Protocol Suite sichergestellt. Die Darpa machte
diese Protokolle ab 1983 zur Pflicht für alle Computersysteme,
die im Arpanet verbunden sind.
Mit der Anbindung weiterer Organisationen
und Universitäten wuchs das Arpanet von einem kleinen,
über Telefonleitungen betriebenen Netzwerk zum
heutigen Internet, einem riesigen, heterogenen, die
ganze Welt umspannenden Netzwerk. Ab Ende der 80er Jahre
öffnet sich das Internet auch für Firmen und
private Benutzer. Das Arpanet stellt dabei immer noch
einen Teilbereich des Internets dar, der vom Department
of Defense (DoD) für Forschung und Entwicklung
verwendet wird.
Das in den 80er Jahren an amerikanischen
Schulen und Universitäten sehr beliebte Unix Betriebssystem
BSD (Berkeley Software Distribution) integrierte die
Internet Protokolle als allgemeinverbindlichen Protokollstandard.
Auch andere Hersteller erkannten den Vorteil der Internet
Protokoll Suite und erweiterten ihre Betriebssysteme
um diese Protokollfamilie. Heute wird Unix und TCP/IP
wie eine Selbstverständlichkeit in einem Atemzug
genannt, auch wenn es sich genau betrachtet um verschiedene
Komponenten handelt. Die Internet Protokolle finden
sich aber nicht nur auf Unix-Hosts, sondern werden in
allen Bereichen und auf allen Betriebssystemen angeboten.
Dies stellt auch gleichzeitig einen der zentralen Ansprüche
an die Internet Protokolle dar, da sie auf allen Computersystemen
funktionieren müssen. Ein Großteil der Internet
Protokolle ist in Form und Funktion offengelegt. Dadurch
können alle Hersteller ohne Lizenznahme die meisten
Internet-Protokolle auf ihren Systemen integrieren.
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